Sonntag, 11. Dezember 2011

Verantwortungsbewusster Konsum...

....sieht anders aus!

Aber wenn das Schuhfachgeschäft in Bahnhofsnähe (Gestapelte Kartons mit Schuhen made in China) Restpaare für 10 Euro in einen Wühlkorb wirft - da werden die meisten Frauen schwach. Ich glaube, in meinem letzten Leben war ich Tausendfüssler.

Das mit dem weniger und verantwortungsbewusster kaufen, das gelingt eben nicht immer und irgendwie dogmatisch mag ich das auch nicht machen. Eine meiner Freundinnen ist Konsum-Verweigerin aus Überzeugung, was ich sehr bewundere, nicht einmal Wollvorräte hortet sie! Wenn sie nur nicht meine Freude an irgendwelchen sinnfreien, aber lebenswichtigen Einkäufen mit "diesem Blick" trüben würde... Eine andere Bekannte wollte ein Jahr lang nichts mehr kaufen...ausser second-hand...ausser sie bekommt es geschenkt oder im Tausch...ausser im Urlaub...ausser Dienstags... Nein, freiwillig will ich mir keine solchen Regeln auferlegen und dann jede Menge Ausnahme-Regelungen finden müssen.

Und natürlich sollte man auf Qualität achten, auf Nachhaltigkeit, Ökologie und gerechte Bezahlung der Arbeitskräfte. Oh mei, da gewinne ich mit diesen Schuhen keinen Preis, eigentlich sollten solche Schuhe verboten werden. Aber andererseits finde ich es nicht schlecht, dass sich heute fast jeder das leisten kann, was sich früher nur ein paar wenige Super-Reiche erlauben konnten: Ein Paar Schuhe, das die erste Pfütze nicht überlebt und auch gar nicht zum Laufen auf der Strasse gedacht ist (ja, gut, in meinem Fall werde ich nicht mit diesen Schuhen einer Limousine entsteigen und über einen roten Teppich in den Ballsaal des Grandhotels schweben, sondern ehr die Schuhe in der U-bahn in einer Plastiktüte bis ans Ziel transportieren).

Und statt zu bereuen und zu entsagen, steht nächste Woche noch mehr Konsum auf dem Plan: die komplette Serie der DVDs von Foyles War, eine Inspiration für Strickmuster aus den 30er/40er Jahren. Die Enthaltsamkeit muss bis zum nächsten Jahr warten.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Bildstörung...

Leider können wir die heutige Folge unserer beliebten Vorabend-Serie "Das Geheimnis" wegen einer technischen Störung erst zu einem späteren Zeitpunkt ausstrahlen. Wir bitten hierfür um Entschuldigung.

(....oder auch: griseldis hat die Speicherkarte mir den Bildern verlegt, hofft aber, sie bald wiederzufinden)

Stattdessen lesen Sie an dieser Stelle:
Städte-Tipps Nürnberg, ein Beitrag der Regional-Redaktion.

Es ist einmal wieder soweit, Voweihnachtszeit, Christkindlesmarkt...
Wer als Tourist in Nürnberg ist und wegen des Gestricks auf diesem blog mitliest, der sollte gar nicht weit vom Hauptmarkt, wo der Christkindlesmarkt stattfindet, die Winklerstrasse bergauf gehen...vielleicht unterwegs in der Winklerstrasse 29 bei Café Neef einkehren, wo es auch Bücher mit den Rezepten des Cafés zu kaufen gibt. Beim Weinmarkt Nummer 10 gibt es tolle Wolle im gleichnamigen Laden, eine Riesenauswahl, Isager, Rowan, Noro, Lang, alles, was das Herz begehrt. Die Beratung ist kompetent und "fränkisch-freundlich", man wird Ihnen direkt sagen, wenn irgendetwas nicht geht oder eine Wolle nicht zu Ihrer Haarfarbe passt. Schräg gegenüber gibt es einen Laden mit Schmuck und Perlen, auch sehr verführerisch...
Wer jetzt noch Geld in der Tasche hat und noch etwas tragen kann, sollte weiter bergan keuchen bis zur Bergstrasse 1, um bei Fraunholz Lebkuchen ohne Mehl zu kaufen.
Direkt am Hauptmarkt (Hauptmarkt 1) ist der Wurzelsepp, mit grosser Auswahl an Teesorten, Gewürzen und altmodischen Bonbons...Ingwer, Glühwein und Kräutermischung mag ich davon am liebsten.
Neben der Lorzenzkirche befindet sich "Treffpunkt Wolle", dort gibt es zwar nur Wolle von Lana Grossa, aber dafür das gesamte Sortiment.
Ebenfalls innerhalb der Stadtmauer, in der Sterngasse 24, versteckt sich Rosegardens (hat auch einen online-shop), ein Paradies für die, die englisches Parfum lieben. Dort gibt es auch Ungewöhnliches wie Rasierseife in Holzdosen sowie eine kleine Auswahl an Porzellan und anderen Dingen, die man gut verschenken kann...oder am liebsten selber behalten würde.

(Im Abspann möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich von den empfohlenen Adressen keinerlei Zuwendungen erhalten habe und auch nicht mit ihnen verwandt, verschwägert oder sonstwie verbandelt bin...ich wüde mich nur freuen, wenn diese schönen Fachgeschäfte weiterhin bestehen würden, statt von irgendwelchen Ketten-Geschäften verdrängt zu werden, wie das Café Kröll am Hauptmarkt, das Wiener Café, das Café Corso...also kaufen Sie reichlich!)

Nachtrag: Die Weihnachts-Depression lässt heuer auf sich warten, ich wühle begeistert in kitschig-glitzernden Dekorationen aus Plastik und höre Vera Lynn statt Rammstein. Sehr bedenklich.

Sonntag, 11. September 2011

Weiter geht's...

Heute habe ich die Sommerpause für beendet erklärt und war wieder auf dem Flohmarkt. Es war wie immer, als ich um 7:30 ankam, waren die ersten schon auf dem Rückzug, schwer beladen und wie immer habe ich mich gefragt, was die jetzt wohl an Schätzen erbeutet haben...


Auch sonst war es wie immer, Händler und Käufer waren sich einig, dass man früher, so vor 20 Jahren, viel mehr, viel schönere und viel, viel billigere Dinge finden konnte, die Würstelbude stank bereits nach altem Fett (weshalb man besser nicht mit einem Haarspitzenkatarrh gehen sollte, dann ist der Geruch echt übel), jede Menge Hunde wurden ausgeführt und hinterliessen Häufchen und einige Damen waren um diese Uhrzeit schon bestens frisiert und stöckelten kräftig geschminkt in engen Röcken auf high-heels durch die Gegend, während die meisten so wie ich etwas verschlafen und in den erstbesten bereitliegenden Klamotten durch die Gegend schlurchten.


Aber das nur so am Rande....


Weiter geh'ts mit dem seltsamen Zopf....


Geheimnis-Bericht:


Aus den Randmaschen kann man Maschen aufnehmen, 84 ist die Zielgrösse...in einer schönen Kontrastfarbe, z.B. in schwarz (von dieser Farbe sollte man so etwa 25 Gramm haben)



Dann zwei Reihen linke Maschen, auch in Schwarz. Schwarzen Faden nicht abschneiden, der wird noch gebraucht...das ist zwar nicht die feine englische Art, aber man muss später weniger Fäden vernähen...



Und jetzt steigt die Spannung! Denn jetzt kommen drei Reihen, wo sich zwei Maschen der Zopf-Farbe mit zwei Maschen einer anderen Farbe (in meinem Fall Petrolgrün) abwechseln. Spannend wird es hier für Dilettanten wie mich, bei denen zweifarbiges Gestrick immer enger wird.


Dagegen hilft es, grössere Nadeln zu benutzen. Wer keine Zeit/Lust/Geld hat, sich nur für ein paar Reihen ein neues Nadelspiel zu kaufen, kann auch ein paar Maschen zunehmen...in meinem Fall 16 Maschen, vier pro Nadel...dann sind es insgesamt 100.


Die zweifarbige Reihe Nummer vier wird schwarz mit hellgrün (von dieser Farbe werden nur etwa 2 mal ein Meter benötigt, man kann sie eventuell auch aus einem der von mit so gehassten Farbverlaufs-Sockengarne herausschneiden).


In den Reihen fünf bis acht sind wie die Reihe eins bis drei (langweilig, ich weiss...)


Und dann?


Alle Fäden bis auf den schwarzen werden wegrationalisiert, einfach abgeschnitten.


Wieder eine Reihe schwarz rechts. Und eine schwarz links - wobei hier die zusätzlichen 16 Mehrfarbenstricker-Stümpermaschen wieder abgenommen werden (warum erst hier? weil es da nicht weiter auffällt, den Pfusch braucht nicht gleich jeder zu sehen).


Jetzt sechs Reihen schwarz rechts, dann eine Reihe immer zwei Maschen zusammenstricken, gefolgt von einem Umschlag. Danach sechs Reihe rechts....


In der nächsten Runde die "Mausezähne" fertig machen...dazu eine Masche mit der schwarzen "Schlaufe" auf der Rückseite zusammenstricken (auf dem Bild habe ich 6 Schlaufen auf eine Hilfsnadel gehoben, damit man sie besser sieht). Die zweite Masche genauso stricken und die erste Masche über die zweite ziehen...zwecks Abketten, denn hier geht es nicht mehr weiter....


Nachdem die allerletzte Masche gestrickt wurde, den Faden abschneiden und durch die Masche ziehen...leider gibt es ganz schön viele Enden zum Vernähen...



Wichtig ist es, die Masche mit der darunterliegenden Schlaufe zusammenzustricken, sonst wird's schief! Wer zugenommen hat, hat mehr Schlaufen als Maschen, dann muss eben manchmal eine Schlaufe aussetzen...


Und so sieht es aus, wenn es fertig ist:



The END???


Nein, noch lange nicht....Fortsetzung folgt!












Mittwoch, 13. Juli 2011

More Charity...



Just when I thought I had done my bit for charity, my friend Susan asked me if I could make some more...naked ladies!


Not only had the "Scandal at the Charitiy Sale" been kidnapped before the actual sale, but other people who saw her would like one as well...hmmm, if possible with different underwear or something (which confirms my suspicion that nudity is rather boring...For my faithful German readers: Nacktheit ist fast so langweilig wie die wörtliche Übersetzung von Texten!...In den meisten Fällen jedenfalls....hmm...es kommt auf den Text an.)



So now it is Cabaret Time at griseldis' blog! No need to reach for the cheese, I will not sing.



Vorhang auf für:






"Baywatch", in her red bikini....




"Korsett" (To lace it up, I used one of the useless satin ribbons a famous Swedish Couturier puts across the neck of their T-shirts)




"Dita", inspired by the wonderful Dita von Teese,





"Hawaii" (Sogar scheckige Sockenwolle kann doch manchmal nützlich sein...)




Joséphine Baker", who sang the wonderful song "Sous le ciel d'Afrique" with the first ever boy band, the Comedian Harmonists.

Die Bananen sind so schön krumm, weil ich kleine Stücke von Pfeifenreinigern hineingestopft habe. Ich bin ein Bananenbieger. Und ja, es war ein kurzer Sommer damals.


Ausserdem noch einmal ein original "Scandal at the Charity Sale", denn was ist schon ein Wohltätigkeits-Basar ohne Skandal, und dann das gleiche nochmal in dunkel, damit sich Herr Dr. A. auch die Hände wärmen kann...



Und jetzt ist Schluss mit diesem Unsinn, schliesslich bin ich eine respektable Frau mittleren Alters!

Enspurt: charity cup 10 - Temptation




Zum Schluss ist mir dann doch noch etwas eingefallen...


(Falls es jemanden interessieren sollte, die Schlange ist als "I-cord" gestrickt, über mehr als vier Stiche, aber irgendwie wurde sie rund, mit Polyester-Wolle ausgestopft und der Hals und Kopf mit einem Pfeifenreiniger, einem Relikt meines Sommers als Raucherin, in Form gebracht. Die Augen sind Perlen, mit vielen Facetten, wie es sich für eine Schlange gehört, sonst könnte sie niemanden hypnotisieren...)

Charity cup 8



Ich gebe es offen zu, langsam sind mir die Ideen ausgegangen....schwarze Spitze (aus Sockenwolle) auf rotem Grund....mit der Spitze allein würde man sich die Finger verbrennen....eine spanische Mantilla oder ein englischer Briefkasten, was auch immer...

Mittwoch, 6. Juli 2011

Noch mehr Wohltätigkeit....



Here is cup No. 7...with a little heart-shaped pocket...ideal to hide a cookie or a diamond ring...if I only knew what was put into the pocket and how the person who received it reacted...
On the other hand, it is much better not to know. Reality seldom lives up to imagination
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