Freitag, 24. Juni 2011

HOT and GREEN TEA - cups No 5 and No 9






I would have liked to put the two pictures next to each other...but I have no idea how this works! I tried out different knitting techniques, stranded knitting and intarsia.



Zwei ganz verschiedene Techniken...bei "HOT" habe ich den gelben Faden mitlaufen lassen, "TEA" ist in Intarsien-Technik gestrickt. Was habe ich dabei gelernt?


Intarsien-Technik sieht besser aus, besonders, wenn das Gestrick gedehnt wird, schaut sonst der mitlaufende Faden durch...aber der mitlaufende Faden macht das Gestrick dicker und wärmer...

Unknown object - Cup 3




Nobody knows what this should be....


Diese Tasse könnte ein Ufo sein...Für die bunten Würste werden zwei Maschen zuerst mit einem Fadenrest und dann nochmals mit der schwarzen Wolle gestrickt, am Ende werden die Hilfsfäden entfernt und die dabei entstandenen vier Maschen mit einer Kontrastfarbe zur Wurst gestrickt...


Fisherman's Friend - cup No 2











The pattern used for the second cup is Seahouses II, Northumberland.

Endlich eine Gelegenheit, ein Muster aus diesem Buch auszuprobieren...ähnlich wie bei Trachtensocken mit Zugmaschenmustern sind die ersten Reihen etwas verwirrend, aber sobald 2cm gestrickt sind, geht es wie von selbst...

Gute Werke...charity cups...No 1



Good evening!


If you bought one of my cups, let me congratulate you on your good heart (my cups are sold for charity, after all) your exquisite taste! The same if you got the mug as a present and you like it! If you do not like it, no problem, hundreds of cups are accidentally broken each day...and some on purpose! Even though the mug itself should not be the problem, I did not buy the cheapest mugs in town for this project, but nice, big mugs with comfortably large handles...and good merino wool for the mug hugs. So if you only like the mug, put the mug hug in the washing machine at a hot setting, this should ruin it (I would not recommend microwaving, as some of them contain metal), or throw it in the bin and tell the kind aunt who gave you the mug that the dog has dragged the lovely mug hug out into the garden and buried it.



Just in case you are curious to know who has knitted your mug hug and why, allow me to introduce myself, I am a middle-aged woman who is fond of knitting (mostly socks), beer (especially from small breweries in Franconia) and collecting pre-1950s knitting patterns and all kinds of kitsch. I have made the mug hugs for my friend Susan, who actively supports a hospice charity.


This is cup No 1, inspired by bloepper's "yarn bombs"....



Was soll denn das, erst ewig nix von sich hören lassen und dann auf einmal dem Trend folgen und in schlechtem Englisch bloggen???


Das ist also der Grund für die lange Funkstille...die Wohltätigkeit. Hier brechen all jene, die mich näher kennen, in schallendes Gelächter aus. Nun ja, irgendwann holt die Wohltätigkeit halt alle Frauen mittleren Alters ein und in meinem Fall war es meine Freundin Susan, die mich gebeten hat, meine Strick-Künste in den Dienst des von ihr unterstützten Hospizes zu stellen (dessen Namen ich leider vergessen habe, aber für mich ist es genug, dass meine Freundin Susan sich dafür engagiert).



Nach einigem Überlegen habe ich mich für "mug hugs" entschieden. Es scheint zwar eine recht blöde Idee, einer Tasse einen Pullover zu verpassen, doch kann ich versichern, dass es nutzt, welcher Tee-Trinker kennt das nicht, erst ist die Tasse so heiss, dass man sich fast die Finger verbrennt, dann ist die Temperatur der Tasse gut zum Hände wärmen, aber der Tee nur noch lauwarm. Ausserdem braucht man wenig Wolle und kann sich deshalb gute Qualität leisten, es gibt kein "second sock syndrom" und man kann mit verschiedenen Techniken experimentieren...und ganz nebenbei im blog damit angeben.


Hier ist also Tasse Nummer Eins, inspiriert von bloeppers "yarn bombs". Es ist schwieriger, als man denkt, absichtlich Löcher ins Gestrick zu machen...die Maus ist natürlich aus Sockenwolle, doppelt genommen und bretthart mit 3er Nadeln verstrickt, ich kann es nicht leiden, wenn die Füllwatte durch die Maschen scheint.


Aufmerksame polyglotte Leserinnen werden mich jetzt dezent darauf hinweisen, dass der deutsche Text aber keine Überstetzung des englischen Textes darüber ist....ich weiss, aber erstens finde ich es fürchterlich langweilig, zweimal die gleiche Geschichte zu erzählen, zweitens werden meiner Meinung nach nur wenige Dinge so sehr überschätzt wie die wörtliche Übersetzung von Texten...












Sonntag, 3. April 2011

Das Gemheimnis - Folge zwei...


Kommissar Huber und sein Assistent standen vor einem Rätsel. Wo gestern noch garantiert nichts gewesen war, verunzierte ein gestrickter Zopf ohne Anfang und ohne Ende das schönste Hirschgeweih in der Trophäen-Sammlung im Jagdschloss des Grafen.

Wie war es wohl dort hingekommen? Wer hatte wohl diesen Zopf gestrickt und wie?


"Ganz klar, Maschenanschlag, Zopf gestrickt, abgekettet, zum Kreis zusammengenäht", meinte der Assistent, der leider vom Stricken wenig Ahnung hatte. Der Kommissar wies ihn darauf hin, dass in diesem Fall keine Naht zu sehen war, es sich also höchstens um einen festen Maschenanschlag handeln könnte, auf dem dann die Maschen der letzten Reihe so mit Maschenstich aufgenäht werden, dass die Naht nur von innen sichtbar ist, denn auch ein "three needle bind-off" kommt hier nicht in Frage, da er Spuren hinterlässt.


Doch als die Spurensicherung den Zopf von der Trophäe heruntergeholt und ihn untersucht hatte, stand fest, dass es sich um einen provisorischen Maschenanschlag handelt, mit dem die Maschen der letzten Reihe im Maschenstich vernäht worden waren, die wohl unsichtbarste Methode, Anfang und Ende des Zopfes zu verbinden...und schon äusserte der Kommissar einen schrecklichen Verdacht: "Das ist die Handschrift von Griseldis!"

Sonntag, 13. März 2011

Aus aktuellem Anlass.....

...unterbrechen wir unser Programm.

Denn die Nachrichten aus Japan werden immer schlimmer.

Deshalb komme ich der Bitte von Monika Eckert (wollklabauter auf Ravelry) nach, meine drei Leser auf ihre Hilfsaktion hinzuweisen.

Sie hat ein neues Muster für ein viereckiges Lace-Tuch in ihrem shop: http://www.monika-eckert.de/shop/show_product.php?products_id=125 eingestellt und der Erlös aus dem Verkauf dieser Stola geht als Hilfe für die Erdbebenopfer in Japan an eine Hilfsorganisation.

Da gibt es eigentlich keinen Grund, nicht mitzumachen, man kann helfen und bekommt noch dazu ein schönes Strickmuster...und wer nicht selber stricken kann/mag, der kann es ja verschenken.

Sonntag, 6. März 2011

Das Geheimnis - Folge 1

Nach vielen Posts mit nur bla-bla ist es mal wieder Zeit zum Stricken! Ich hab' mir gedacht, dass ich meine verehrten Leser einfach an meinem neuesten Projekt teilhaben lasse...ohne Netz und doppelten Boden, ich werde nicht wie ein Fernsehkoch ein fertiges Teil aus der Kulisse zaubern mit den Worten "und hier ist eines, das ich schon vorbereitet habe", sondern wirklich Schritt für Schritt zeigen, was ich stricke, immer häppchenweise, wie eine Tele-Novela...immer wenn es gerade interessand wird, ertönt die Schluss-Musik und die Fortsetzung folgt irgendwann. Das Ganze ist der ultimative knit-along für mutige Kamikaze-Stricker, ich weiss selber noch nicht, ob das Muster gut wird und die Fertigstellung könne sich bis zum Herbst hinziehen. Hier kommt also die erste Folge meiner ganz privaten Strick-Telenovela:



An einem sonnigen Wintertag beschloss griseldis, einmal über den eigenen Gartenzaun hinauszustricken...sie griff zu ihren geliebten 2,25er Metallstricknadeln und dem Knäul Regia-Wolle in 6769, einem seltsamen Blau mit leichten pinkfarbenen Reflexen.


Aus rosa Baumwollgarn häkelte sie eine Luftmaschenkette mit etwas mehr als 20 Maschen. Dieses treue Garn hatte ihr schon oft gute Dienste geleistet, da es nicht mit der Wolle verfilzt und sich leicht wieder entfernen lässt, die auffällige Farbe erfreut nicht nur das Herz, sondern erleichtert ebenfalls die Entfernung des Fadens, falls eine unachtsame Strickerin das Garn gespalten hat und es deshalb mit einer zierlichen Schere in kleine Teile schneiden muss, nachdem es seine Rolle erfüllt hat.


Aus dieser liebliche rosa Luftmaschenkette nahm griseldis 18 blaue Maschen auf und begann mit dem Sticken einer Rückreihe, zuerst mit einer Randmasche, dann einer rechten Masche, gefolgt von 14 linken Masche, noch einer Rechten und sodann der abschliessenden Randmasche, welche in Rückreihen ja nicht gestrickt, sondern nur abgehoben wird.


Doch halte ein! Das Bild zeigt einen Zopf, es werden nur 14 Maschen für diesen Zopf vorgesehen, sollten es nicht 15 sein?


(Hier müsste jetzt ein Schlussakord ertönen, aber die erste Folge einer Telenovela ist meist doppelt so lang, also geht es gleich weiter)


Ja, im allgemeinen schon, doch ist dies ein ganz besonderer Zopf! In der zweiten Reihe (die gleichzeitig Reihe 1 des Rapports sowie eine Hin-Reihe darstellt) stricke man beherzt die Randmasche und eine Masche links, dann fünf Maschen rechts.


Nun wende man das Strickstück, hebe die erste Masche ungestrickt ab, stricke vier Maschen links, eine rechts, eine Randmasche. (Rückreihe)


Man wende nochmals, stricke eine Randmasche, eine links, fünf rechts (Hinreihe)


Bei der folgenden Rückreihe kann man sich noch mehr ausruhen, die erste Masche wird wieder ungestrickt abgehoben, danach werden nur noch vier Maschen links gestrickt.


Das Strickstück wird erneut gewendet, die zuletzt gestrickten/abgehobenen fünf Maschen werden auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit gelegt, es werden von den verbleibenden 9 "Zopfmaschen" fünf rechts gestrickt, sodann die fünf Maschen auf der Hilfsnadel, gefolgt von den vier verbleibenden "Zopfmaschen", alle rechts, sodann eine Masche links sowie die Randmasche.


Erholsam sind die folgende Rückreihe und eine Hinreihe, wo alle Maschen so gestrickt werden, wie sie erscheinen, was es der Strickerin erlaubt, einen scheuen Blick aus dem Fenster oder auf den Fernseher zu werfen, wo auch immer das interessantere Geschehen sein mag.


Die nächste Rückreihe erfordert wieder etwas mehr Aufmerksamkeit, denn nach einer Randmasche, einer rechten und fünf linken Maschen steht, was Kenner sicher schon erraten heben, eine Wende des Gestricks an.


Sodann wird die erste Masche abgehoben, die vier verbleibenden Maschen rechts gestrickt, eine links sowie die Randmasche.


Nach erneutem Wenden wird wieder Randmasche, Rechtsmasche und fünf Linksmaschen gestrickt.


Danach ist es Zeit für eine sehr kurze Hinreihe, bestehend nur aus einer abgehobenen und vier rechts gestrickten Maschen.


Nach erneutem Wenden werden die ersten fünf Maschen auf einer Hilfsnadel hinter das Gestrick gelegt, die folgenden fünf Maschen links, dann die Maschen der Hilfsnadel links, die verbleibenden vier Zopfmaschen links, eine Rechts- und eine Randmasche gestrickt.


Nach zwei Erholungs-Reihen, wo alle Maschen gestrickt werden, wie sie erscheinen, beginnt das Spiel von neuem, mit Reihe eins des Rapports...


Gar fleissig muss gestrickt werden, um eine Gesamt-Länge von 36 cm zu erreichen. Die letzte Reihe soll die vorletzte Reihe des Rapports sein, also eine "glatt rechte" Hinreihe.


Wozu der ganze Aufwand, mag man sich fragen...doch ist der dieserart gestrickte Zopf so wunderschön plastisch!


Und das weitere Schicksal dieses schönen, plastischen Zopfes wird natürlich erst in der nächsten Folge enthüllt werden...